Radwegebau im Ennepe-Ruhr-Kreis

Lückenschluss bringt Pluspunkte für den ganzen Kreis
„Jetzt beginnen die Arbeiten für einen Bauabschnitt, der im Radwegekonzept des Ennepe-Ruhr-Kreises und für den Tourismus eine ganz entscheidende Rolle spielt. Das Schließen der momentan noch vorhandenen Lücke im Rundkurs `Von Ruhr zu Ruhr´ ist ein Fortschritt, für den sich auch der Kreis seit Jahren engagiert einsetzt und auf den sich viele Radfahrer zurecht freuen.“ In Vertretung von Landrat Dr. Arnim Brux ließ die stellvertretende Landrätin Sabine Kelm-Schmidt beim Ortstermin auf dem Viadukt in Wetter-Wengern keinen Zweifel daran, welche Bedeutung der symbolische erste Spatenstich an dieser Stelle für den gesamten Kreis haben dürfte.
Auch landesweit wurde diesem Ereignis viel Beachtung geschenkt. Kein Wunder, „denn das Land Nordrhein-Westfalen durchbricht hier bei uns eine besondere Marke: Der 1.000. Kilometer Radweg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse realisiert wird, entsteht auf der Trasse der früheren Elbschetalbahn zwischen Wetter-Wengern und Gevelsberg-Silschede“, hob Kelm-Schmidt hervor. Passend zur Bedeutung des Termins war neben interessierten Bürgern mit Michael Groschek, NRW-Verkehrsminister an der Spitze viel Prominenz erschienen, um ein großformatiges Bild zu enthüllen, das dem Betrachter vor Augen führt, wie der Radweg einmal aussehen wird.
 
Der jetzt in Angriff genommene Lückenschluss - Gesamtlänge 12 Kilometer - soll bis 2020 in drei Bauabschnitten fertig gestellt sein. In die ersten 3,8 Kilometer, die Ende 2015/Anfang 2016 befahrbar sind, investiert das Land fünf Millionen Euro. „Wir sind das Fahrradland Nummer 1 und wir bauen unseren Vorsprung weiter aus. Für die vielen Fahrradfreunde schaffen wir sichere und attraktive Radwege“, machte Groschek deutlich und verwies dabei auch auf das landesweit ausgeschilderte Radverkehrsnetz ist insgesamt 14.250 Kilometern.
 
Das Radeln auf ehemaligen Bahntrassen hat dabei ganz besondere Vorteile: Es müssen deutlich weniger Straßen gekreuzt werden, selbst in hügeligem Gelände sind keine schwierigen Steigungen vorhanden und die Streckenführung ist häufig landschaftlich sehr reizvoll. Ein Blick auf den 60 Kilometer langen Rundkurs „Von Ruhr zu Ruhr“ belegt eindrucksvoll, warum gerade dieses Konzept allen Generationen ein besonders komfortables und sicheres Fahrradfahren ermöglicht. Während der Abschnitt zwischen Wetter-Wengern und Hattingen parallel zur Ruhr und damit quasi steigungsfrei verläuft, wird der weitere Verlauf über Sprockhövel und Gevelsberg nur deshalb nicht zur steigungsreichen Tortour, weil Gleise entfernt wurden und ein Radweg entstehen konnte.
 
„Jenseits des Straßenverkehrs und nahezu unbeeinflusst vom Höhenprofil vollenden wir hier eine Verkehrsachse zwischen Nord- und Südkreis, die vor allem Radfahrern Freizeitangebote im gesamten Kreis näher bringt“, so Kelm-Schmidt. Und auch touristisch sei der durchgehend zu befahrene Rundkurs nicht zu unterschätzen: Er ist als zusätzliche Etappe auch für alle Nutzer des RuhrtalRadweges interessant und verlängert damit den Aufenthalt dieser Fahrradfahrer an Ennepe und Ruhr um einen Tag. „Zudem“, zeigt sich Kelm-Schmidt überzeugt, „wird der RuhrtalRadweg mit einer Gesamtlänge von dann 300 Kilometern für bundesweit aktive Anbieter von Radpauschalreisen noch interessanter als er es heute schon ist.“
 

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