„Kinderbildnisse“ im Böke-Museum

Heinz Pahling, Porträt eines Knaben, Aquarell, 1948Im Böke-Museum in der Neuen Straße in Leer ist vom 15. Juni bis 27. Juli 2014 die Ausstellung „Kinderbildnisse" zu sehen.
Mit mehr als 40 Werken aus dem Kunsthaus Leer sowie dem Böke-Museum widmet sich die Ausstellung dem Bildnis des Kindes in der Malerei, der Graphik und der Plastik.
Zu sehen sind Werke von Hinricus Bicker-Riepe, Karl-Ludwig Böke, Julian Klein von Diepold, Karl Dönselmann im Sande, Bernhard Grotzeck, Siegfried Kunstreich, Heinz Johann Otto Pahling, Anna-Liese Langeheine, Nicole Montagne und Marieke Sleutel.

Gezeigt werden überwiegend einfühlsame Einzeldarstellungen eigener wie fremder Kinder, aber auch erzählerische Szenen, die Einblicke in die noch junge Erlebniswelt gewähren. Das Thema des Kinderbildnisses ist in der Kunstgeschichte noch nicht allzu alt. Die Vorstellung, Kinder seien im Bildnis zu würdigende Individuen mit eigener Persönlichkeit und eigenen Verhaltensweisen, existierte jenseits religiöser und repräsentativer Darstellungen vor dem 18. Jahrhundert nicht.

Erst ab der zweiten Jahrhunderthälfte und im Zuge der Aufklärung entstanden unbeschwertere Porträts und Werke, die Kinder spielend in der freien Natur, im Kinderzimmer oder gemeinsam mit ihnen liebevoll zugewandten Eltern zeigten.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert traten Bildnisse sozial benachteiligter Kinder hinzu, wodurch der Blick auch für das gefährdete Kind geschärfte wurde, das im 20. Jahrhundert zu einem weiteren Thema werden sollte.

Die Ausstellung ist täglich außer montags und freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. 

Führungen sind nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt ein Euro.

Bild: Heinz Pahling, Porträt eines Knaben, Aquarell, 1948

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